Am Mittwoch, 6. November 2019, lud die Hochschule Luzern zum Vortrag «Führen und Dirigieren» von Dirigentin Lena-Lisa Wüstendörfer ein. Ein Anlass aus der Leadership Dynamics-Reihe.

Genauso sicher wie auf der Bühne führte Lena-Lisa Wüstendörfer auf wirklich begeisternde Art und Weise durch Ihre Ausführungen und überzeugt das Publikum rasch mit der Analogie der Führungsaufgaben von Dirigentinnen und Managerinnen. Mit vortrefflichen Beispielen in Bild und Ton zeigte sie auf, dass das Dirigieren genauso wie das Führen dem Wandel der Zeit unterliegt und sich vom transaktionalen Stil (Management) hin zu transformationalem Führen (Leadership) entwickelt. Während früher auch Weltklasse-Dirigenten mit dem Fokus auf der technischen Maximalleistung Ihrer Musiker grosse Erfolge feiern konnten, muss heute auch diese Führungsaufgabe viel ausgeprägter auf die Stärken der Musikerinnen und Musiker eines Orchesters eingehen und diesen individuelle Entfaltungspotenziale eröffnen.

Als Dirigentin will Lena-Lisa Wüstendörfer ihre Musikerinnen und Musiker fördern wie auch fordern, ihnen die Chance zum Ausschöpfen ihrer Freiräume mit eigenen Interpretationen der Partitur einräumen und sie ggf. auch aktiv dazu auffordern. Das Ergebnis auf der Bühne ist eine Performance bestimmt durch das schwächste Glied der ganzen Kette – genauso ergeht’s der Führung in den Unternehmen ja auch.

Beeindruckend, wie ausgeprägt hierarchisch ein Orchester strukturiert ist und auch so geführt werden will. Ohne Koordination und Synchronisation entstehe «kein grosses Ganzes, sondern ein kleines Chaos», so Wüstendörfer. In dieser Struktur wird das Eröffnen individueller Entfaltungsräume der Musikerinnen und Musiker zur besonderen Herausforderung. Den Chefs im Büro geht’s nicht anders, oder?

Eine weitere Führungsaufgabe obliegt ebenfalls der Dirigentin; da im Laufe der Zeit die Komponisten in ihren Partituren die gleiche Notation unterschiedlich gespielt haben wollten, muss heute ein Werk mit viel Fachwissen über diese Notation und deren Interpretation des Komponisten gespielt werden, damit die Performance authentisch wirkt. Damit noch nicht genug der Anpassung: was dereinst in einer barocken Kirche gespielt wurde, klingt heute im Konzertsaal völlig anders. Einer Dirigentin, die wie Lena-Lisa Wüstendörfer mit viel Charme und Charisma, mit Fördern und Fordern den Musikerinnen und Musikern die maximale Leistung entlocken kann, der gelingt auch die ausserordentliche Performance. Der Vorhang fällt – und der Applaus gehört dem ganzen Orchester gleichermassen.

Mein persönliches Fazit

Um echten Erfolg auf der Bühne des Business-Spektakels zu haben,
kommen Führungskräfte nicht darum herum, alle Mitarbeitende aufmerksam zu fördern, damit das Fordern auch wirklich Spitzenleistung hervorbringen kann.

Möchten Sie als Führungskraft in den Zeiten der digitalen Transformation Ihrem Business-Orchester den Spitzensound entlocken und die Partitur Ihres persönlichen Führungsmodells neu schreiben? Ich unterstütze und begleite Sie gerne dabei!

Ihr Führungscoach

Dieter Spahni


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